PLATO – die Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA zur Entdeckung erdähnlicher Exoplaneten – hat die erste Reihe an Tests erfolgreich bestanden. Damit wird sichergestellt, dass das Raumfahrzeug fit für den Start und den Aufenthalt in der unwirtlichen Umgebung des Weltraums sein wird. Mit an Bord: das Teleskop PLATO (PLAnetary Transits and Oscillations of stars). Es soll Anfang 2027 ins All starten und dann mit der Suche nach erdgroßen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems beginnen. Deutschland ist maßgeblich am Bau des Teleskops, an seinem Betrieb und an der wissenschaftlichen Auswertung seiner Daten beteiligt. Die deutschen Beiträge und das internationale Wissenschaftsteam werden vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) koordiniert.
Die Vibrationstests sind in drei Teile gegliedert. In dem ESA-Video ist die Phase zu sehen, in der das Raumschiff auf einem sogenannten Quad-Shaker montiert ist und in der Z-Achse auf und ab geschüttelt wird. In den beiden anderen Phasen wird das Raumschiff auf einem „seitlichen” Shaker in den Richtungen von X- und Y-Achse hin und her geschüttelt.
Jeder Testlauf dauert eine Minute, während der die Frequenz der Schwingungen schrittweise von fünf auf 100 Hertz (Schwingungen pro Sekunde) erhöht wird. Bei den höheren Frequenzen kann das menschliche Auge die Bewegung nicht mehr erkennen, dafür ist ein „Rumpeln“ im Inneren des Raumfahrzeugs zu hören.
Aufgrund der extremen Vibrationen beim Abheben einer Rakete treten in den ersten Minuten nach dem Start für die Raumsonde in der Spitze der Trägerrakete die höchsten Belastungen auf. Darum sind die vielfältigen Tests am Boden wichtig, um sicher zu sein, dass sich keine Teile der Hardware während des Starts lösen oder auf andere Weise beschädigt werden. Nach den Vibrationstests ging es für das Raumfahrzeug in die akustische Testkammer. Dort wurde es mit einem ohrenbetäubenden Lärm beschallt, der dem beim Start nahekommt und ebenso Schäden verursachen kann. Auch dieser Test verlief wie erwartet positiv.
Als nächstes steht der sogenannte Large Space Simulator der ESA auf der Agenda für PLATO. Das ist Europas größte Vakuumkammer, in der überprüft wird, ob das Raumfahrzeug von PLATO den extremen Temperaturen und dem Vakuum des Weltraums standhält.
Quelle: www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2026/exoplaneten-teleskop-plato-besteht-vibrationstest