Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie hat laut dem Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) im Jahr 2025 einen Rekordumsatz von 62 Milliarden Euro erzielt, 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Alle drei Segmente, zivile Luftfahrt, militärische Luftfahrt und Raumfahrt, verzeichneten zweistellige Wachstumsraten.
Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie hat im vergangenen Jahr ihren Wachstumskurs beschleunigt. Das geht aus den Branchendaten hervor, die der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) vorgestellt hat. Der Gesamtumsatz stieg demnach auf 62 Milliarden Euro, nach 52 Milliarden Euro im Vorjahr. Gleichzeitig erreichte die Beschäftigung mit 130.000 Mitarbeitenden einen neuen Höchststand.
Nach Einschätzung des Verbands entwickelten sich alle drei Segmente der Branche positiv. Die zivile Luftfahrt bleibt mit 45 Milliarden Euro das grösste Segment und wuchs um 15 Prozent. Als Hauptgründe nennt der BDLI die hohe internationale Nachfrage sowie den anhaltenden Produktionshochlauf in der Luftfahrtindustrie. Den stärksten Zuwachs verzeichnete laut Verband die militärische Luftfahrt mit einem Plus von 35 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro. Die Raumfahrt wuchs um 17 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. In Forschung und Entwicklung investierte die Branche 2025 rund 4 Milliarden Euro, nach 3,6 Milliarden Euro im Vorjahr.
BDLI-Präsident Dr. Michael Schöllhorn ordnet die Zahlen in einen breiteren Zusammenhang ein. Das Wachstum der vergangenen Jahre sei zu einem wesentlichen Teil auf die Überwindung der Covid-Krise sowie die sicherheitspolitische Zeitenwende zurückzuführen, so Schöllhorn. Gleichzeitig warnt der Verband vor wachsendem Druck: Fragile Lieferketten, internationaler Wettbewerb und ein hoher Bedarf an Fachkräften stellten die Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Mit einer Exportquote von 66 Prozent zählt die Branche laut BDLI weiterhin zu den international erfolgreichsten Industriezweigen Deutschlands.