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12.06.2026

NASA schließt Radar-Messkampagne über tropischen Wäldern ab

Die NASA hat mit der TropiSAR-Kampagne in Peru und Panama hochauflösende Radardaten über tropischen Regenwäldern, Gletschern und Küstenfeuchtgebieten gesammelt. Die Daten dienen der Kalibrierung des NISAR-Satelliten, der Überschwemmungsvorhersage sowie der Erforschung von Waldgesundheit und Biodiversität.


Bild: NASA/Ryan Kline

Die NASA hat eine rund einmonatige Messkampagne mit dem Namen TropiSAR in Peru und Panama abgeschlossen. 17 Flüge mit insgesamt 75 Stunden Flugzeit lieferten Radardaten, die Gemeinden bei der Vorbereitung auf tropische Überschwemmungen helfen, die Waldgesundheit besser einschätzbar machen und künftige Satellitenmissionen unterstützen sollen.

Kalibrierung und Waldforschung in Peru

Für die Messungen nutzte die NASA ein C-20A-Forschungsflugzeug, das mit dem Radar-Instrument UAVSAR ausgestattet war. Das Gerät erfasste hochauflösende Radardaten aus einem Pod unter dem Rumpf des Flugzeugs, während das Flugzeug dieselben Routen mehrfach abflog. In Peru flogen die Missionen zeitgleich und über denselben Gebieten wie der Satellit NISAR, ein gemeinsames Projekt von NASA und der indischen Weltraumorganisation ISRO. Die parallel erhobenen Daten dienten der Validierung und Kalibrierung des satellitengestützten L-Band-Radars. Konkret wurden zwei Bereiche untersucht: Erstens die Ausdehnung von Überschwemmungen im Pacaya-Samiria-Nationalreservat, einem der größten geschützten Überschwemmungswälder der Welt. Zweitens Gletscherbewegungen im Huascarán-Nationalpark, in dem die größte Konzentration tropischer Gletscher liegt. Ergänzend erfassten die Flüge dreidimensionale Daten zu Baumhöhe und -dichte, um Biomasse zu schätzen und die Rolle tropischer Wälder im Kohlenstoffkreislauf besser zu verstehen.

Biodiversität im Fokus: Panama

In Panama verfolgte TropiSAR einen anderen Schwerpunkt. Dort arbeitete die NASA im Rahmen der AVUELO-Kampagne mit dem Smithsonian Tropical Research Institute zusammen. Radardaten aus Trockenwäldern und Küstenfeuchtgebieten wurden erhoben, um Panamas Artenvielfalt systematisch zu erfassen. Durch die Verknüpfung von Feldmessungen mit Luftbild- und Satellitendaten sollen neue Methoden zur Erforschung tropischer Ökosysteme entwickelt werden.

Quelle (Englisch): https://science.nasa.gov/blogs/science-news/2026/06/15/nasa-flights-map-tropical-ecosystems-water-ice/