Die Technische Universität Braunschweig erhält 1,5 Millionen Euro für ein Vorhaben, das die Emissionen von Flugtriebwerken über realistische Betriebsprofile berechnen soll. Das Projekt trägt den Namen Vlame und wird aus dem Programm VIP+ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
Emissionswerte von Triebwerken stammen bislang überwiegend aus genormten Messungen am Boden. Sie bilden einen festgelegten Zyklus ab und lassen sich zwischen Herstellern vergleichen, geben aber nur begrenzt wieder, was ein Triebwerk im täglichen Einsatz ausstößt. Dort wirken Faktoren wie Startgewicht, Steigprofil, Reiseflughöhe, Außentemperatur und Wartezeiten am Boden. Genau diese Lücke soll Vlame schließen. Die beteiligten Fachleute entwickeln ein Modell, das Verbrauch und Emissionen entlang tatsächlicher Flugprofile abbildet. Fluggesellschaften sollen daraus ablesen können, an welchen Stellen sich der Ausstoß im Betrieb verringern lässt, etwa durch veränderte Flugprofile oder eine andere Zuordnung von Flugzeugmustern zu Strecken. Beteiligt sind das Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen sowie das Institut für Verbrennungskraftmaschinen.
Damit die Rechenmodelle belastbar sind, müssen sie gegen Messungen geprüft werden. Die TU Braunschweig betreibt dafür nach eigenen Angaben als einzige Hochschule in Europa ein Hochbypass-Turbofan-Triebwerk für Forschungszwecke. Hochbypass bezeichnet die Bauweise moderner Verkehrsflugzeugtriebwerke, bei der der größte Teil der angesaugten Luft am Kerntriebwerk vorbeiströmt. Das senkt Verbrauch und Lärm. Ein solches Triebwerk in der Hand zu haben, erlaubt Messreihen unter kontrollierten Bedingungen, die sich anschließend mit Betriebsdaten aus dem Linienverkehr abgleichen lassen. Das Programm VIP+ fördert gezielt den Schritt aus der Grundlagenforschung in die Anwendung.
(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)