REUSS-Aktuelles



27.08.2026

Neue Verfahren gegen Störung und Täuschung von Navigationssignalen

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat am 25. August 2026 dargelegt, mit welchen Ansätzen sie gegen die Störung und die Verfälschung von Satellitennavigationssignalen vorgeht. Nach ihren Angaben hängen rund zehn Prozent der europäischen Wirtschaftsleistung an diesen Signalen.


Bild: ESA

Zwei Störungsarten und ihre Wirkung

Fachleute unterscheiden zwei Formen. Beim sogenannten Jamming überlagern stärkere Sendesignale die sehr schwachen Signale der Navigationssatelliten, sodass ein Empfänger seine Position nicht mehr bestimmen kann. Beim Spoofing werden gefälschte Signale ausgesendet, die der Empfänger für echt hält und aus denen er eine falsche Position oder eine falsche Uhrzeit ableitet. Diese zweite Form ist die gefährlichere, weil das Gerät keinen Ausfall meldet, sondern plausibel aussehende, aber falsche Werte liefert. Daneben gibt es natürliche Störungen: Geladene Teilchen in der Ionosphäre, angeregt durch Sonnenaktivität, verzögern die Signale unterschiedlich stark. Wie stark das Problem gewachsen ist, zeigt eine Zahl aus der Schifffahrt: Im zweiten Quartal 2025 waren nach Angaben der Organisation weltweit mehr als 10.000 Schiffe von absichtlichen Störungen betroffen, achtmal so viele wie im Quartal davor.

Erkennen, kartieren, widerstandsfähiger bauen

Die Europäische Weltraumorganisation ESA verfolgt drei Linien. Erstens fördert sie über ihr Programm für Innovation und Unterstützung in der Navigation, kurz NAVISP, derzeit drei Vorhaben, die Störungen aufspüren und ihre räumliche Verteilung kartieren sollen. Zweitens arbeitet sie an Systemen, die von vornherein weniger anfällig sind, darunter ein Ansatz namens Celeste, der Navigationssignale aus einer niedrigen Erdumlaufbahn sendet. Signale aus geringerer Höhe kommen kräftiger am Empfänger an und lassen sich schwerer überdecken als die der heutigen Systeme in rund 20.000 Kilometern Höhe. Drittens beteiligt sie sich an praktischen Erprobungen, bei denen Störungen unter kontrollierten Bedingungen erzeugt und Empfänger daran geprüft werden. Organisationen der Vereinten Nationen hatten 2025 in einer gemeinsamen Erklärung dazu aufgerufen, Navigationssignale vor schädlicher Beeinflussung zu schützen.

Quelle: www.esa.int/Applications/Satellite_navigation/No_signal_left_behind_new_ways_to_detect_jamming_and_spoofing

(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)