REUSS-Aktuelles



27.08.2026

Ariane 6 fliegt erstmals in einen geostationären Transferorbit

Am 27. August 2026 soll der Wettersatellit MTG-I2 vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana starten. Der Abflug ist für 22:10 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit vorgesehen. Für die europäische Trägerrakete Ariane 6 ist es der neunte Start und zugleich der erste in einen geostationären Transferorbit.


Bild: ESA–P. Carrill

Eine neue Bahn für die europäische Rakete

Ein geostationärer Transferorbit ist eine stark langgestreckte Bahn, deren erdfernster Punkt bereits in der Höhe der geostationären Bahn von rund 36.000 Kilometern liegt. Der Satellit zündet dort später sein eigenes Triebwerk und rundet die Bahn zu einem Kreis. Auf dieser Bahn läuft er genauso schnell um wie sich die Erde dreht und steht damit von der Erde aus gesehen fest über einem Punkt am Äquator. Für die Rakete bedeutet der Auftrag eine längere Missionsdauer und eine höhere Anforderung an die Oberstufe als die bisherigen Flüge in niedrige Bahnen. Der Flug trägt die Bezeichnung VA270.

Was der Satellit an Bord hat

MTG-I2 ist der zweite Bildsatellit der dritten Meteosat-Generation. Er trägt zwei Instrumente. Der Flexible Combined Imager tastet Europa und Nordafrika alle zweieinhalb Minuten ab und liefert damit deutlich häufiger neue Bilder als die Vorgängergeneration. Der Lightning Imager erfasst Blitze über einem großen Teil der Erdscheibe, auch bei Tageslicht. Beides zielt auf die Beobachtung sich schnell entwickelnder Unwetter und auf kurzfristige Warnungen. Betrieben wird das System von der europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten, EUMETSAT, entwickelt wurde es gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Die Satelliten baut ein Industriekonsortium unter Führung von Thales Alenia Space, an dem nach Angaben des Unternehmens auch die OHB System AG aus Bremen beteiligt ist. Der erste Bildsatellit dieser Reihe war im Dezember 2022 gestartet. Für den deutschen Wetterdienst und die europäischen Wetterdienste sind die Daten die Grundlage kurzfristiger Vorhersagen, etwa für Warnungen vor Gewittern, Starkregen und Hagel. Solche Vorhersagen sind auch für den Flugbetrieb von Bedeutung, weil Gewitterzellen umflogen werden müssen.

Quelle: https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Meteorological_missions/meteosat_third_generation/Watch_live_MTG-I2_set_for_liftoff

(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)