Beim Abschluss der zehnten Design Challenge des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 20. August 2026 am Standort Hamburg-Finkenwerder hat ein Team der Technischen Universität Berlin den ersten Platz belegt. Sein Entwurf trägt den Namen HYDRA. Das DLR veröffentlichte das Ergebnis am 21. August 2026.
Die Aufgabe lautete, ein vollständig neues Kleinflugzeug zu entwerfen, das als fliegender Versuchsträger dient. Gemeint ist kein Verkehrsflugzeug, sondern eine Plattform, auf der sich neue Antriebe, Systeme und Bauweisen unter echten Flugbedingungen erproben lassen. Gefordert waren ein modularer Aufbau für unterschiedliche Systeme, Platz für Messtechnik und Flugtestpersonal sowie eine Auslegung, die einen tatsächlichen Bau in den kommenden Jahren zulässt. Der Siegerentwurf setzt auf Wasserstoff und auf austauschbare Antriebsmodule: Brennstoffzelle und Turbine sollen sich nach Angaben des Teams innerhalb eines Arbeitstages gegeneinander tauschen lassen. Das erlaubt Vergleichsmessungen an ein und demselben Flugzeug, bei denen sich Unterschiede eindeutig dem Antrieb zuordnen lassen und nicht der Zelle. Markus Fischer, im DLR-Vorstand für die Luftfahrt zuständig, verwies darauf, dass sich innovative Technologien mit fliegenden Versuchsträgern frühzeitig auf hoher Systemebene und unter realen Bedingungen erproben lassen.
Am Wettbewerb nahmen 16 Studierendenteams teil, die rund vier Monate Zeit hatten und dabei einen realistischen Entwicklungsablauf durchliefen. Den zweiten Platz belegte die Technische Universität Braunschweig mit dem Entwurf KANGAROO, der auf einen Wasserstoffantrieb für große Flughöhen zielt. Dritter wurde die RWTH Aachen mit HYDRA-X und einer besonders durchgängigen Entwurfsmethodik. Vertreten waren außerdem die Technische Universität Darmstadt mit vier Teams, die HAW Hamburg und die Technische Universität München mit je zwei sowie die Universität Stuttgart, die FH Aachen, die DHBW Ravensburg und die SRH Berlin. Das Siegerteam stellt seinen Entwurf beim Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress in Aachen und bei der Konferenz des European Aerospace Science Network in Toulouse vor.
(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)