REUSS-Aktuelles



03.09.2026

Lichtquelle für die abhörsichere Satellitenverbindung ist qualifiziert

Ein Bauteil für die geplante Satellitenmission QKDSat der Europäischen Weltraumorganisation ESA hat seine Qualifikationsprüfungen bestanden. Es erzeugt die einzelnen Lichtteilchen, mit denen sich Schlüssel für die Verschlüsselung von Daten übertragen lassen. Die Mitteilung stammt vom 1. September 2026.


Bild: Qinetiq

Warum einzelne Lichtteilchen

Herkömmliche Verschlüsselung beruht darauf, dass bestimmte Rechenaufgaben mit heutiger Technik zu aufwendig sind. Leistungsfähige Quantenrechner könnten diese Annahme künftig aushebeln. Die Quantenschlüsselverteilung geht einen anderen Weg. Sender und Empfänger tauschen den Schlüssel in Form einzelner Lichtteilchen aus, deren Zustand zufällig gewählt wird. Wer die Übertragung abhört, verändert diesen Zustand unvermeidlich, weil sich ein einzelnes Lichtteilchen nicht messen lässt, ohne es zu beeinflussen. Beide Seiten erkennen den Eingriff und verwerfen den Schlüssel. Der Schutz beruht damit nicht auf Rechenaufwand, sondern auf physikalischen Eigenschaften.

Vom Prüfstand in die Nutzlast

Das jetzt geprüfte Gerät heißt Faint Pulse Source und erzeugt sehr schwache Lichtimpulse mit genau festgelegten Eigenschaften. Entwickelt und gebaut hat es das spanische Unternehmen DAS Photonics. Geprüft wurde in einer Thermalvakuumkammer in Valencia, in der sich die Bedingungen einer Umlaufbahn nachstellen lassen: Vakuum sowie der Wechsel zwischen praller Sonne und Erdschatten. Das qualifizierte Baumuster ist an Redwire Europe übergeben worden, wo es in die weitere Nutzlast eingebaut und erneut geprüft wird. Beteiligt ist außerdem Honeywell Aerospace. Gefördert wird das Vorhaben über das Telekommunikationsprogramm ARTES der Organisation. Satellitengestützte Quantenschlüsselverteilung gilt als Weg, größere Entfernungen zu überbrücken, als es mit Glasfaser möglich ist, weil Lichtteilchen in der Faser nach einigen hundert Kilometern verloren gehen. Über einen Satelliten lassen sich dagegen Bodenstationen verbinden, die Tausende Kilometer auseinanderliegen, weil der größte Teil der Strecke durch den nahezu leeren Raum führt.

Quelle: https://www.esa.int/Applications/Connectivity_and_Secure_Communications/Quantum_laser_pulse_generator_ready_to_power_ESA_s_QKDSat

(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)