Die europäisch-japanische Merkurmission BepiColombo steht vor einem entscheidenden Schritt. Am 3. September 2026 soll sich das Transfermodul von den beiden Orbitern trennen. Die Technische Universität Braunschweig, die an zwei Instrumenten beteiligt ist, bezeichnet es als wichtigsten Betriebsmeilenstein seit dem Start im Jahr 2018 und veröffentlichte dazu am 28. August 2026 eine Mitteilung.
Das Transfermodul hat die beiden Orbiter acht Jahre lang bewegt. Es arbeitet mit einem solar-elektrischen Antrieb: Solarzellen liefern Strom, mit dem ein Gas ionisiert und elektrisch beschleunigt wird. Der Schub ist gering, aber er lässt sich über Monate aufrechterhalten und spart gegenüber einem chemischen Antrieb erhebliche Treibstoffmasse. Nötig war dieser Aufwand, weil ein Flug zum Merkur nicht einfach ein Flug nach innen ist. Ein Raumfahrzeug, das sich der Sonne nähert, wird von deren Schwerkraft beschleunigt und muss diese Geschwindigkeit wieder abbauen, um in eine Umlaufbahn um den Planeten einzuschwenken. Nach der Abtrennung fliegen die Orbiter zunächst antriebslos weiter, Bahnkorrekturen übernimmt das eigene Triebwerk des europäischen Orbiters. Das Bremsmanöver zum Einschwenken ist für den 21. November 2026 vorgesehen. Die Europäische Weltraumorganisation ESA überträgt die Abtrennung am 3. September im Internet.
Das Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik der TU Braunschweig führt das Magnetometer MPO-MAG wissenschaftlich, gemeinsam mit dem Institut für Weltraumforschung in Österreich und dem Imperial College London. Das Gerät misst das Magnetfeld des Merkur. Dieses Feld ist eine der offenen Fragen der Planetenforschung, weil es für einen kleinen und weitgehend erkalteten Körper unerwartet stark ist. Das Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze steuerte die Rechnereinheit für ein Massenspektrometer bei, das geladene Teilchen in der Umgebung des Planeten nach Masse sortiert. Beide Instrumente können ihre eigentliche Arbeit erst nach dem Einschwenken in die Umlaufbahn aufnehmen.
Quelle: https://magazin.tu-braunschweig.de/pi-post/wichtiger-meilenstein-auf-dem-weg-zum-merkur/
(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)