Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat die ersten Verträge im Rahmen der European Launcher Challenge unterzeichnet. Zwei der drei Verträge gehen an deutsche Unternehmen. Die Mitteilung datiert vom 27. August 2026.
Die Rocket Factory Augsburg erhält 186,9 Millionen Euro für ihre Rakete RFA One. Sie ist rund 30 Meter hoch, misst 2,15 Meter im Durchmesser und soll bis zu 500 Kilogramm in eine sonnensynchrone Bahn in 500 Kilometern Höhe bringen. Isar Aerospace aus München erhält 197,8 Millionen Euro für die Rakete Spectrum, 28 Meter hoch, zwei Meter Durchmesser, ausgelegt auf bis zu 1.000 Kilogramm in eine niedrige Erdumlaufbahn. Das spanische Unternehmen PLD Space bekommt 158,9 Millionen Euro für die Miura 5, die bis zu 540 Kilogramm tragen und vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana starten soll. Ein vierter Vertrag mit dem französischen Unternehmen MaiaSpace steht nach Angaben der Organisation kurz bevor. Beteiligt sind jeweils mehrere Mitgliedsstaaten, bei der Rocket Factory Augsburg zusätzlich das Vereinigte Königreich, bei Isar Aerospace Österreich und Norwegen.
Die Verträge unterscheiden sich von der bisherigen Praxis. Die Organisation gibt keine Rakete in Auftrag und schreibt auch keine technische Lösung vor, sondern kauft künftige Startdienstleistungen und beteiligt sich an der Entwicklung. Ausgewählt wurde nach Geschäftsmodell, technischer Güte, verfügbaren Mitteln, Zeitplan und Regelkonformität. Die Mittel werden nicht auf einmal ausgezahlt, sondern nach dem Erreichen vereinbarter Zwischenschritte. Zentrale Bedingung ist ein Start in eine Umlaufbahn vor 2028. Keines der drei Unternehmen hat bisher einen Satelliten in eine Umlaufbahn gebracht. Hintergrund ist das Ziel, den europäischen Zugang zum Weltraum auf mehrere Anbieter zu verteilen und damit weniger abhängig von einzelnen Trägersystemen zu sein. Für kleine Satelliten stehen in Europa bislang nur wenige Startgelegenheiten zur Verfügung.
(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)