REUSS-Aktuelles



03.09.2026

Wettersatellit MTG-I2 im Orbit, Ariane 6 erstmals auf dieser Bahn

Der Wettersatellit MTG-I2 ist am 27. August 2026 um 22:11 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana gestartet. Für die Trägerrakete Ariane 6 war es der erste Flug in einen geostationären Transferorbit. Die Europäische Weltraumorganisation ESA meldete den Erfolg am selben Tag.


Bild: 2026 ESA-CNES-ARIANESPACE-ArianeGroup\Optique Video de CSG–S. Martin.

Eine neue Bahn für die europäische Rakete

Der Flug trug die Bezeichnung VA270 und nutzte die Konfiguration mit zwei Feststoffboostern des Typs P120C. Ein geostationärer Transferorbit ist eine stark langgestreckte Bahn, deren erdfernster Punkt bereits in Höhe der geostationären Bahn von rund 36.000 Kilometern liegt. Der Satellit zündet dort später sein eigenes Triebwerk und rundet die Bahn zu einem Kreis. Auf dieser Bahn läuft er genauso schnell um, wie sich die Erde dreht, und steht von der Erde aus gesehen fest über einem Punkt am Äquator. Für die Rakete bedeutet ein solcher Auftrag eine längere Missionsdauer und höhere Anforderungen an die Oberstufe als die bisherigen Flüge in niedrige Bahnen. Nach dem Aussetzen folgen das Ausklappen der Solarzellen, die Inbetriebnahme des Antriebs und mehrere Bahnmanöver.

Das Trio ist komplett

MTG-I2 ist der zweite Bildsatellit der dritten Meteosat-Generation und vervollständigt zusammen mit den beiden bereits vorhandenen Satelliten das europäische Wettertrio. An Bord sind zwei Instrumente. Der Flexible Combined Imager tastet Europa und Nordafrika alle zweieinhalb Minuten ab. Der Lightning Imager erfasst Blitze bei Tag und bei Nacht. Zusammen sollen die drei Satelliten ein dreidimensionales Abbild der Atmosphäre liefern, aus dem sich die Entwicklung von Unwettern früher ablesen lässt. Gebaut wird die Reihe von einem Konsortium unter Führung von Thales Alenia Space mit der OHB System AG aus Bremen und Leonardo aus Italien. Betrieben werden die Satelliten von der europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten EUMETSAT. Vor dem Regelbetrieb stehen noch die Inbetriebnahme und die Kalibrierung der Instrumente an.

Quelle: https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Meteorological_missions/meteosat_third_generation/MTG-I2_completes_Europe_s_latest_weather_trio

(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)