REUSS-Aktuelles



22.09.2026

HyImpulse bringt eigene Startschiene nach Schottland mit

Der Raumfahrthafen SaxaVord auf den schottischen Shetlandinseln hat sein Vorhaben für eine gemeinsam nutzbare Startschiene für suborbitale Raketen nicht weiterverfolgt. Das Projekt mit dem Namen SkyReach war Ende 2022 mit 378.000 Pfund gefördert worden. Nach Auskunft des Betreibers wurden davon weniger als 10.000 Pfund für Entwurfsarbeiten abgerufen, danach sei das Vorhaben aufgegeben worden. Die britische Raumfahrtagentur hatte es in ihrem Jahresbericht bereits als nicht erreichten Meilenstein geführt. Öffentlich wurde der Vorgang am 22. September 2026.


RFA / SaxaVord

Deutsches Unternehmen liefert die Infrastruktur selbst 

Für das Unternehmen HyImpulse aus Neuenstadt am Kocher hat das unmittelbare Folgen. Es benötigt für den zweiten Flug seiner Höhenforschungsrakete SR75 eine Startschiene und bringt diese nun selbst mit. Entwickelt wurde sie im Programm Sustainable Hybrid Accelerated Rocket Programme, für das die britische Raumfahrtagentur dem Unternehmen im Juli 2024 rund fünf Millionen Pfund zugesagt hatte. Gestartet werden soll von der Startanlage 3 des Raumfahrthafens. 

Zweiter Flug der SR75 im Oktober vorgesehen 

Aus veröffentlichten Luftfahrt- und Seefahrtwarnungen geht ein Startfenster zwischen dem 5. und dem 18. Oktober 2026 hervor, jeweils zwischen 07:00 und 12:00 Uhr koordinierter Weltzeit. Die SR75 ist nach Angaben des Unternehmens elf Meter lang, misst 0,64 Meter im Durchmesser und arbeitet mit einem Hybridantrieb: Der Brennstoff Paraffin liegt fest vor, als Oxidator dient flüssiger Sauerstoff. Sie soll bis zu 200 Kilogramm Nutzlast auf eine Gipfelhöhe von rund 250 Kilometern tragen, den Experimenten an Bord stehen dabei etwa 230 Sekunden Schwerelosigkeit zur Verfügung. Ihren ersten Flug absolvierte die Rakete im Mai 2024 vom Testgelände Koonibba in Australien. 

Welche Nutzlasten mitfliegen, hat das Unternehmen bislang nicht mitgeteilt. Die SR75 dient zugleich als Technologieträger für die geplante Trägerrakete SL1, die 600 Kilogramm in eine niedrige Erdumlaufbahn befördern soll. Der Fall zeigt, wie stark der Zeitplan junger Raketenunternehmen von der Verfügbarkeit der Bodeninfrastruktur abhängt. 

Quelle: https://europeanspaceflight.com/saxavord-scrapped-launch-rail-plans-forcing-hyimpulse-to-bring-its-own/  

(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)