REUSS-Aktuelles



29.09.2026

Airbus und OHB untersuchen eine europäische Raumstation

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat am 29. September 2026 mitgeteilt, dass sie zwei Studien zu einem künftigen europäisch geführten Außenposten in einer niedrigen Erdumlaufbahn vergeben hat. Geführt werden die beiden konkurrierenden Konsortien von Airbus Defence and Space und von OHB, beide mit Sitz in Deutschland. Jeweils sechs weitere Partner aus Industrie und Forschung sind beteiligt. Die Aufträge laufen seit Juni 2026 über etwa neun Monate.


Bild: ESA

Was die Studien klären sollen 

Untersucht wird die gesamte Kette einer möglichen Station: Aufbau und Architektur der Infrastruktur, die Transportmittel für Besatzung und Fracht, die Betriebsdienste sowie die Frage, welche Techniken und welche industriellen Fähigkeiten in Europa dafür vorhanden sein müssen. Ebenfalls Teil der Arbeiten ist, welche internationalen Partnerschaften infrage kommen. Es handelt sich um sogenannte Vorphase-A-Studien, in denen Konzepte verglichen werden, bevor über eine Entwicklung entschieden wird. 

Hintergrund ist das absehbare Ende der Raumstation 

Anlass ist die begrenzte Restnutzungsdauer der Internationalen Raumstation. Europa verfügt mit dem Modul Columbus und dem Servicemodul des Raumschiffs Orion über eigene Beiträge zu bemannten Programmen, betreibt bislang aber keine eigene Station. Der zuständige Direktor der Europäischen Weltraumorganisation, Daniel Neuenschwander, beschreibt die Arbeiten als Prüfung verschiedener Möglichkeiten, um die weitere Präsenz Europas in der niedrigen Erdumlaufbahn sicherzustellen. 

Die Ergebnisse sollen in die Vorschläge einfließen, die den Mitgliedstaaten bei der Zwischen-Ministerratstagung am 15. Dezember 2026 in Rom vorgelegt werden. Erst dort entscheidet sich, ob und in welchem Umfang Mittel für eine Weiterverfolgung bereitgestellt werden. 

Für die deutsche Raumfahrtindustrie ist die Auftragsvergabe insofern von Bedeutung, als beide Konsortialführer ihren Sitz in Deutschland haben und damit unabhängig vom Ausgang der Studien an der Konzeptarbeit beteiligt sind. Welche Partner den beiden Konsortien jeweils angehören, hat die Europäische Weltraumorganisation nicht im Einzelnen mitgeteilt. 

Quelle: https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/ESA_investigates_potential_future_European-led_orbital_outpost  

(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)