REUSS-Aktuelles



29.09.2026

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt erforscht Gewächshäuser für den Mond

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeitet mit der amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA und der kanadischen Weltraumagentur CSA an einem Gewächshaus für künftige Mondstationen. Die drei Einrichtungen haben im August 2026 eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Das Vorhaben trägt den Namen Lunar Agriculture Module, kurz LAM, und soll zunächst als Bodendemonstrator entstehen, also als vollständige Anlage auf der Erde, an der sich der Betrieb unter kontrollierten Bedingungen erproben lässt. Die Meldung dazu erschien am 29. September 2026.


Bild: DLR

Gewächshaus und Wohnmodul als eine Einheit 

Der Demonstrator verbindet einen Habitat-Simulator mit einem angeschlossenen Anbaumodul. Im Mittelpunkt stehen dabei die Schnittstellen zwischen beiden Teilen, insbesondere der Gasaustausch zwischen Anbaufläche und Wohnbereich. Pflanzen binden Kohlendioxid, geben Sauerstoff ab und geben über die Verdunstung Wasser ab, das sich zurückgewinnen lässt. Für lange Aufenthalte fernab der Erde ist das von Bedeutung, weil jede Nachlieferung Transportmasse kostet. Hinzu kommt die Versorgung der Besatzung mit frischem Gemüse und Salat als Ergänzung zu haltbaren Rationen. 

Vorarbeiten aus der Antarktis 

An dem Vorhaben arbeiten Teams mehrerer DLR-Institute, der NASA und des kanadischen National Research Council. Nach Angaben der amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde ist es ausdrücklich auf die geplante Mondbasis in der Südpolregion bezogen; dort sollen die Pflanzen unter Bedingungen erprobt werden, wie sie in einem künftigen Habitat zu erwarten sind. Über den tatsächlichen Bau des Demonstrators soll bis spätestens 2032 entschieden werden. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt bringt dabei Erfahrungen aus dem Projekt EDEN ISS ein, einem Gewächshaus, das seit 2018 in der Antarktis betrieben wurde und über fünf Jahre Betriebsdaten zu Pflanzenwachstum, Ressourcenbedarf und Anlagenzuverlässigkeit unter abgeschiedenen Bedingungen geliefert hat. 

Anwendungen sieht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt auch auf der Erde. Geschlossene Anbausysteme, die mit wenig Wasser auskommen und ohne Pflanzenschutzmittel arbeiten, könnten in Trockengebieten eingesetzt werden. Damit reiht sich das Vorhaben in eine Reihe von Techniken ein, die für den Einsatz im Weltraum entwickelt wurden und später auf der Erde Verwendung fanden. 

Quelle: https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2026/nutzpflanzen-in-mondhabitaten-anbauen  

Quelle: https://science.nasa.gov/science-research/biological-physical-sciences/nasa-international-partners-advance-work-on-space-crops/  

(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)