Im Projekt DYN-MARS hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Verfahren erprobt, mit denen sich Sink- und Landeanflüge sparsamer und leiser gestalten lassen. Ausgangspunkt ist der Sinkflug mit Leerlaufschub, bei dem die Triebwerke nahezu ohne Schub arbeiten und das Flugzeug im Gleitflug an Höhe verliert. Das spart Treibstoff und senkt den Lärm, lässt sich im dichten Verkehr rund um große Flughäfen aber selten durchhalten, weil die Flugsicherung Geschwindigkeiten vorgibt und Routen kurzfristig ändert.
Das Vorhaben verbindet zwei Lösungen. Zum einen berechnet ein erweitertes Flugmanagementsystem das senkrechte Flugprofil automatisch neu, sobald eine neue Geschwindigkeitsvorgabe eintrifft. So lässt sich der Leerlaufsinkflug länger fortsetzen, statt ihn abzubrechen und mit Schub auszugleichen. Zum anderen übermittelt die Flugsicherung erwartete Routenänderungen digital über eine Datenverbindung ins Cockpit. Die Route wird dort zunächst als zweiter Flugplan hinterlegt und erst nach Freigabe aktiviert. Das verringert Eingaben von Hand und erlaubt es, den Anflug früher zu planen.
Erprobt wurde in mehr als 60 Szenarien an sieben Flughäfen mit knapp 1.000 simulierten Anflügen, an denen über 70 Pilotinnen und Piloten beteiligt waren. Genutzt wurden das Simulatorzentrum AVES des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik, der Simulator ATMOS des DLR-Instituts für Flugführung, Arbeitsplätze am Bildschirm sowie der Lotsensimulator von EUROCONTROL. Nach Angaben des DLR zeigen die Versuche, dass sich beide Verfahren auch bei hoher Verkehrsdichte betrieblich umsetzen lassen.
Das Projekt lief von September 2023 bis August 2026 unter Federführung des DLR und wurde vom gemeinsamen Unternehmen SESAR 3 gefördert. Beteiligt waren unter anderem EUROCONTROL, Thales AVS France, das niederländische Luft- und Raumfahrtzentrum NLR, der britische Flugsicherungsdienstleister NATS, die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa und Swiss International Air Lines. Laut dem Projektkoordinator Fethi Abdelmoula vom DLR-Institut für Flugsystemtechnik verbessert die digitale Routenübermittlung die Planbarkeit des Anflugs für Cockpit und Flugsicherung. Im Nachfolgeprojekt DYN-MAX sollen die Verfahren weiterentwickelt und um ein System für den Steigflug beim Abflug ergänzt werden.
(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)