Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) haben am 5. Oktober 2026 in Berlin einen gemeinsamen Wirtschaftsbericht zum Luftverkehrsstandort Deutschland veröffentlicht. Er betrachtet einen Zeitraum von bis zu fünfzehn Jahren und behandelt die Anbindung an das weltweite Streckennetz, die Verkehrsentwicklung, die Klimawirkung und die regulatorischen Rahmenbedingungen.
Für das Jahr 2024 weist der Bericht eine Bruttowertschöpfung von 58,4 Milliarden Euro aus, rund 536.900 unmittelbar und mittelbar verbundene Arbeitsplätze sowie einen Anteil von etwa 1,3 Prozent an der deutschen Wirtschaftsleistung. Zwischen 2014 und 2019 war die Zahl der direkt erreichbaren Ziele an vielen deutschen Flughäfen schneller gewachsen als die Zahl der Abflüge. Nach der Pandemie erreichte Frankfurt 2024 nahezu wieder das Niveau von 2019, während andere große Flughäfen bis zu rund 18 Prozent weniger Direktziele anboten. Auch Frequenzen sowie Verbindungen am frühen Morgen und am späten Abend gingen an mehreren Standorten zurück. Bei Reisen nach Fern- und Südostasien stieg der Anteil der Verbindungen über Drehkreuze außerhalb der Europäischen Union von 34 auf 54 Prozent, der Anteil über deutsche Drehkreuze sank von 56 auf 36 Prozent.
Die staatlich veranlassten Kosten aus Luftverkehrsteuer, Luftsicherheitsgebühren und Flugsicherungsgebühren haben sich dem Bericht zufolge seit 2019 in der Spitze mehr als verdoppelt und liegen im Mittel bei etwa 30 Euro je Fluggast. Die durchschnittlichen Ticketpreise stiegen von knapp 150 Euro im Jahr 2010 auf rund 300 Euro im Jahr 2024. Zur Klimawirkung nennt der Bericht einen Anteil des Luftverkehrs von etwa drei Prozent an den weltweiten Kohlendioxidemissionen und von etwa fünf Prozent an der gesamten Klimawirkung, wenn Effekte jenseits des Kohlendioxids wie Kondensstreifen und Stickoxide einbezogen werden.
Als Ansatzpunkte benennt der Leiter des DLR-Instituts für Luftverkehr, Florian Linke, effizientere Flugzeuge, höhere Auslastungen, nachhaltige Kraftstoffe und optimierte Flugrouten. Für 2034 erwartet das DLR weltweit 154 Prozent der Fluggastzahlen von vor der Pandemie, wobei die Zahl der Flüge langsamer wachsen soll als die der Passagierinnen und Passagiere.
(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)