Die Sonde Hera der Europäischen Weltraumorganisation ESA bereitet ihre Ankunft beim Doppelasteroiden Didymos und Dimorphos vor. Wie die Organisation am 7. Oktober 2026 mitteilte, folgt dafür eine Reihe ungewöhnlich langer Bremsmanöver. Hera war am 7. Oktober 2024 gestartet und hat im Frühjahr 2025 den Mars passiert. Ihre Geschwindigkeit relativ zur Erde liegt derzeit bei über zwölf Kilometern pro Sekunde. Diese Differenz muss nahezu vollständig abgebaut werden, damit die Sonde beim Asteroidenpaar bleiben kann und nicht daran vorbeifliegt.
Am 2. Oktober gab es zunächst eine kurze Testzündung. Das erste Bremsmanöver ist für den frühen Morgen des 15. Oktober vorgesehen. Dabei arbeiten drei Bahnregelungstriebwerke gleichzeitig, und zwar 93 Minuten lang. Zum Vergleich: Übliche Kurskorrekturen im Flugbetrieb dauern Sekunden bis wenige Minuten. Am 22. Oktober folgt ein zweites Manöver über rund 31 Minuten, das den größten Teil der verbleibenden Geschwindigkeitsänderung liefern und Abweichungen aus dem ersten Manöver ausgleichen soll. Ende Oktober schließen sich drei kleinere Manöver an. Die Triebwerke arbeiten mit Hydrazin, zusätzliche Düsen halten die Sonde während der Zündungen in der richtigen Lage.
Begleitet werden die Manöver vom Flugdynamikteam der Organisation. Der zuständige Ingenieur Francesco Castellini verweist darauf, dass die Testzündung am 2. Oktober der Vorbereitung des ersten Bremsmanövers diente. Die Verbindung zur Sonde läuft über zwei 35 Meter große Antennen für den tiefen Weltraum im australischen New Norcia.
Hera soll am Asteroiden Dimorphos untersuchen, was der Einschlag der Sonde DART der amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA im Jahr 2022 bewirkt hat. Damals war die Umlaufzeit des kleineren um den größeren Körper messbar verändert worden. Aus den Messungen vor Ort sollen sich Masse und Aufbau des Asteroiden ableiten lassen. Diese Werte bestimmen, wie wirksam ein solcher Einschlag eine Flugbahn verschieben kann, und sind damit die Grundlage für jede Abschätzung, ob sich ein Himmelskörper auf diesem Weg ablenken ließe. Die Sonde selbst ist etwa so groß wie ein Kleinwagen.
Quelle: https://www.esa.int/Space_Safety/Hera/Brake!_Time_for_ESA_s_Hera_asteroid_mission_to_go_slow
(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)