REUSS-Aktuelles



28.10.2026

Quantengesichertes Netz über vier Bundesländer in Betrieb genommen

Die deutsche Forschungsinitiative QuNET ist am 28. Oktober 2026 mit einem abschließenden Schlüsselexperiment zu Ende gegangen. In Berlin wurde ein Netz zur quantengesicherten Kommunikation aktiviert, das Teilnetze in Bayern, Berlin, Sachsen und Thüringen verbindet. Übertragen wurden fiktive Abrechnungsdaten einer Apotheke, gesichert über Glasfaserstrecken. Ziel der Vorführung war der Nachweis, dass unterschiedliche Systeme und regionale Netze zusammenarbeiten. Die Initiative lief seit 2019 und wurde vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit 125 Millionen Euro gefördert.


Bild: DLR

Worum es bei der Quantenschlüsselverteilung geht 

Bei der Quantenschlüsselverteilung erzeugen zwei Stellen einen gemeinsamen geheimen Schlüssel, indem sie einzelne Lichtteilchen austauschen. Wird die Übertragung abgehört, verändert das den Zustand der Teilchen messbar, der Lauschangriff fällt also auf. Hintergrund der Arbeiten ist die Erwartung, dass künftige Quantenrechner heute übliche Verschlüsselungsverfahren brechen könnten. Daten, die jetzt abgefangen und gespeichert werden, ließen sich dann nachträglich lesen. 

Der Beitrag aus der Luft- und Raumfahrt 

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) war über sein Institut für Kommunikation und Navigation beteiligt und verantwortete das Flugexperiment. Im Jahr 2025 wurde dabei eine optische Verbindung zwischen dem Forschungsflugzeug Dornier DO-228 und einer mobilen Bodenstation aufgebaut. Solche Freistrahlverbindungen übertragen die Lichtteilchen ohne Glasfaser durch die Atmosphäre. Sie sind nötig, weil die Reichweite in der Faser begrenzt ist und sich das Signal dort nicht beliebig verstärken lässt. 

Nach Angaben des Direktors des beteiligten DLR-Instituts, Florian David, werden Freistrahlverbindungen über Satelliten, Flugzeuge und Plattformen in der Stratosphäre Teil künftiger Lösungen sein. Der Sprecher der Initiative, Andreas Tünnermann, beschreibt das Ziel als hybride Infrastruktur aus Glasfaser-, Freistrahl- und Satellitennetzen. Beteiligt waren außerdem zwei Fraunhofer-Institute, das Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 

Quelle: https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2026/abschluss-qunet-netz-zur-quantenkommunikation-aufgebaut  

(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)