REUSS-Aktuelles



04.11.2026

Wettersatellit MetOp-SG-B1 wird in Kourou aus dem Transportbehälter geholt

Der europäische Wettersatellit MetOp-SG-B1 ist am europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana aus seinem Transportbehälter genommen und in einen Reinraum gebracht worden. Die Europäische Weltraumorganisation ESA teilte dies am 4. November 2026 mit. Das Team bereitet nun die Reaktivierung des Satelliten und die abschließenden Prüfungen vor. Der Start mit einer Ariane 6 ist für Ende des Jahres vorgesehen. Vorausgegangen waren mehr als zwölf Jahre Entwicklung.


Bild: Airbus

Transport über den Atlantik

Der Satellit verließ Bordeaux am 6. Oktober 2026 an Bord der Canopée, eines segelunterstützten Frachtschiffs, und erreichte Kourou am 16. Oktober. Während der Überfahrt und der anschließenden Lagerung blieb er in einem geschlossenen Behälter, in dem eine Temperatur von 22 Grad Celsius und eine Stickstoffatmosphäre gehalten wurden. Stickstoff verdrängt Luftfeuchtigkeit und Sauerstoff und hält damit Korrosion und Ablagerungen von den empfindlichen Instrumenten fern. Das Auspacken gilt als heikler Arbeitsschritt, weil der Satellit dabei erstmals seit Wochen wieder bewegt und angehoben wird.

Ein Paar aus zwei unterschiedlichen Satelliten

MetOp-SG-B1 bildet im Betrieb ein Paar mit MetOp-SG-A1, der im August 2025 gestartet ist. Die beiden Satellitentypen tragen unterschiedliche Instrumente und ergänzen sich dadurch. Das Programm der zweiten Generation tragen die Europäische Weltraumorganisation und die europäische Wettersatellitenorganisation EUMETSAT gemeinsam. Es löst die seit 2006 fliegenden MetOp-Satelliten der ersten Generation ab. Die Daten fließen in die numerische Wettervorhersage ein, also in die Rechenmodelle, mit denen Wetterdienste ihre Prognosen erstellen. Satelliten auf polaren Bahnen sind dafür wichtig, weil sie im Gegensatz zu den geostationären Wettersatelliten auch die hohen Breiten erfassen und Messwerte aus der gesamten Lufthülle liefern.

Nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation steht nun eine Reihe von Funktionsprüfungen an, bevor der Satellit betankt und mit der Trägerrakete verbunden wird. Zitiert wird Enrico Corpaccioli, der die Arbeiten vor Ort begleitet.

Quelle: https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Meteorological_missions/MetOp_Second_Generation/Time_to_wake_up_MetOp-SG-B1_weather_satellite 

(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)